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Costa Rica & Panama

Regenwald schützen. Zukunft säen.

Die Territorien der indigenen Völker der Cabécar (Costa Rica) und Emberá (Panama) gehören zu den artenreichsten und zugleich sensibelsten Regenwaldregionen Mittelamerikas. Gleichzeitig sind sie stark von Entwaldung, nicht nachhaltiger Landnutzung und den Folgen des Klimawandels betroffen. Monokulturen – insbesondere Bananen- und Kochbananenanbau – haben vielerorts traditionelle, vielfältige Anbausysteme verdrängt und zu Bodendegradation, Wasserbelastung und dem Verlust lokaler Nahrungsmittelvielfalt geführt.

Projektansatz und Aktivitäten

Gemeinsam mit unserem Partner LOVE FOR LIFE e.V. wir ein Projekt, das Klima- und Regenwaldschutz systematisch mit der Stärkung regenerativer Landwirtschaft, traditionellem Wissen und lokalen Wirtschaftskreisläufen verbindet.

Im Zentrum des Projekts steht ein integrierter, partizipativer Ansatz: ökologische Regeneration, soziale Selbstorganisation und wirtschaftliche Perspektiven greifen ineinander. Rund 400 indigene Familien aus 15 Gemeinden wurden praxisnah in agro-ökologischen und syntropischen Agroforstsystemen geschult und über den gesamten Projektzeitraum begleitet. Diese Systeme verbessern die Bodenfruchtbarkeit, erhöhen die Biodiversität und leisten einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Kohlenstoffbindung.

Eine Schlüsselrolle übernehmen 40 indigene Frauen, die als sogenannte Wissensvermittelerinnen ausgebildet wurden. Sie verbinden traditionelles, teilweise fast verloren gegangenes Wissen mit innovativen agroökologischen Ansätzen und tragen dieses aktiv in ihre Gemeinden weiter. Solidarische Arbeitsformen wie das traditionelle Mano-Cambio-System wurden gezielt reaktiviert und stärken den sozialen Zusammenhalt.

Lokale Märkte und nachhaltige Wertschöpfung

Ergänzend unterstützt das Projekt den Aufbau lokaler Märkte und neuer Vertriebswege, um regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und erste nachhaltige Einkommensperspektiven zu schaffen. Frauenorganisationen erhielten zusätzliche Fortbildungen, unter anderem in Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit, um ihre Rolle langfristig zu festigen. Erste Initiativen im ökologischen Kakaoanbau sowie im Agro- und Ökotourismus zeigen, wie ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander verbunden werden können.

Ergebnisse und Wirkung

Das Projekt erzielte nachhaltige ökologische, soziale und ökonomische Wirkungen: gesündere Böden, höhere Artenvielfalt, mehr Resilienz gegenüber Klimarisiken und gestärkte Gemeinschaften. Besonders deutlich ist die Wirkung in der Stärkung indigener Frauen als Wissens- und Führungspersonen – ein entscheidender Faktor für den langfristigen Schutz der Territorien.

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